Corona - Regelungen und Tipps

Stand: 16. November

Diese Seite wird stetig ergänzt. Gern könnt ihr uns eure Ideen mitteilen, damit wir sie anderen Gruppen zur Verfügung stellen können. Schreibt uns dafür einfach eine Nachricht

Aktuelle Regelungen: was ist erlaubt?

Die Corona Pandemie bringt viele Einschränkungen mit sich. Bund und Länder veröffentlichen immer wieder Warnhinweise und Gesetzesänderungen. Es fällt manchmal schwer, hier den Überblick zu behalten. Auf dieser Internetseite möchten wir deshalb für die praktische Pfadfinder- und Jugendarbeit unserer Gruppen einen Überblick verschaffen. 

Die Grundhaltung der Adventjugend Bayern

Kinder- und Jugendarbeit ist mehr als nur ein Zeitvertreib. Es hat für die soziale sowie geistliche Entwicklung von jungen Menschen eine hohe Bedeutung. Aus diesem Grund motivieren wir dazu, Jugendarbeit auch in Coronazeiten weiter durchzuführen. Die Herausforderungen und Einschränkungen sind gegenwärtig besonders groß. Um so wichtiger ist die praktische Jugendarbeit für die junge Generation.

Gleichzeitig ist es wichtig und notwendig, sich an alle Regelungen der Regierung und des Landes Bayern zu halten. Bewusste Zuwiderhandlungen kann die Adventjugend Bayern nicht gutheißen und unterstützen.

Somit möchten wir alle Leiterinnen und Leiter von Adventjugendgruppen darum bitten, Jugendarbeit verantwortungsvoll zu planen und durchzuführen. Auf dieser Seite geben wir einen Überblick über die aktuelle Gesetzeslage. Gleichzeitig geben wir euch Tipps, wie man in dieser Zeit erfolgreich Jugendarbeit gestalten kann.

Regelungen für das Land Bayern 

Stand 16.11.2020

Die aktuellen coronabedingten Einschränkungen des Landes Bayern sind in der Achten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (8. BayIfSMV) nachzulesen. Veranstaltungen und Versammlungen sind nur unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. Für uns als christlicher Jugendverband sind die folgenden zwei Paragraphen besonders hilfreich:

  • § 6: Gottesdienste, Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften
  • § 20: Außerschulische Bildung, Musikschulen, Fahrschulen

Regelungen für Gottesdienste, Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften

Dieser Paragraph erlaubt gottesdienstliche bzw. geistliche Zusammenkünfte in öffentlich zugänglichen Gemeinderäumlichkeiten. 

  • Die Regelungen und Hygienekonzepte der Ortsgemeinden müssen beachtet und eingehalten werden.
  • Ein Infektionsschutzkonzept muss vorliegen und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde ausgehändigt werden.
  • Die zulässige Höchsteilnehmerzahl (siehe Hygienekonzept der Ortsgemeinde) darf nicht überschritten werden.
  • Ein Mindestabstand von 1,5m zu anderen Plätzen bzw. zueinander muss gewahrt sein.
  • Es gilt die Maskenpflicht, solange man sich nicht auf dem Platz befindet.

Auszug 8. BayIfSMV:

§6  Gottesdienste, Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften

Öffentlich zugängliche Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

  1. Bei Gottesdiensten und Zusammenkünften

    a) in Gebäuden bestimmt sich die zulässige Höchstteilnehmerzahl nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt wird; zwischen den Teilnehmern ist, soweit diese nicht dem in § 3 genannten Personenkreis angehören, grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

    b) im Freien ist grundsätzlich zwischen Personen, die nicht dem in § 3 genannten Personenkreis angehören, ein Mindestabstand von 1,5 m zu wahren.

  2. Für die Besucher gilt Maskenpflicht, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden.

  3. Es besteht ein Infektionsschutzkonzept für Gottesdienste oder Zusammenkünfte, das die je nach Glaubensgemeinschaft und Ritus möglichen Infektionsgefahren minimiert; das Infektionsschutzkonzept ist auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

§ 5 Satz 2 gilt entsprechend. (Ausnahmegenehmigungen können auf Antrag von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde erteilt werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.)

Regelungen für außerschulische Bildung / Kinder- und Jugendarbeit

Laut Verordnung (§ 20) ist außerschulische Bildung unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Das Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege weißt audrücklich darauf hin, dass Kinder- und Jugendarbeit Teil der außerschulischen Bildung ist. Die umfasst ausdrücklich auch die Gruppenstunden und Bildungsangebote der Kirchen. (Quelle: https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/haeufig-gestellte-fragen).

  • Zwischen allen Beteiligten muss ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt sein.
  • Es besteht Maskenpflicht, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann (inbesondere in Verkehrs- und Begengungsbereichen, sowie bei Präsenzveranstaltungen am Platz).
  • Es ist ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Auszug 8. BayIfSMV:

§ 20  Außerschulische Bildung, Musikschulen, Fahrschulen

(1) 1Außerschulische Bildungsangebote sind vorbehaltlich speziellerer Regelungen in dieser Verordnung nur zulässig, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist; es besteht Maskenpflicht, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen, sowie bei Präsenzveranstaltungen am Platz. § 17 Satz 2 gilt entsprechend. Der Betreiber hat ein SChutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. 

(2) 1Unterricht an Musikschulen darf nur erteilt werden, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m, bei Blasinstrumenten und Gesang ein Mindestabstand von 2 m gewahrt ist. Dies gilt entsprechend für Musikunterricht außerhalb von Schulen.

(3) ...

(4) § 5 Satz 2 gilt entsprechend. (Ausnahmegenehmigungen können auf Antrag von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde erteilt werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.)

Weitere Grundsatzregelungen

  • Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist immer einzuhalten. Auch im Freien.
  • Das Tragen der Maske in der Jugendarbeit ist Pflicht, außer man befindet sich am Platz.
  • Es ist auf ausreichend Desinfektion und Reinigung gemeinsam genutzer Gegenstände zu achten. 
  • Räume sind ausreichend und regelmäßig zu lüften.
  • Treffen finden in Gemeinderäumlichkeiten oder im Freien statt. Nicht privat.
  • Kontaktdaten von Veranstaltungsteilnehmern sind zu sammeln und 4 Wochen aufzuheben. 
  • Gemeinschaftssport bzw. Mannschaftssport ist nach §10, 8. BayIfSMV nicht gestattet.
  • Individualisiertes Hygienekonzept ist zur Gruppenstunde mitzubringen.

 

Hygienekonzept

Für die gesetzeskonforme Durchführung von Veranstaltungen ist ein Hygienekonzept notwendig. Als Orientierung kann das Hygienekonzept der Ortsgemeinde dienen (Kontaktperson: Pastor bzw. Gemeindeleiter). Das Hygienekonzept muss in Schriftform (also ausgedruckt) vorliegen und muss den Sicherheitsbehörden/Kreisverwaltungsreferat auf Anfrage vorgelegt werden. Das Konzept muss  nicht zur Genehmigung eingereicht werden.

Hier eine Empfehlung des Bayerischen Jugendrings für die Erstellung eines Hygienekonzepts.

Hier eine Checkliste für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts für Veranstaltungen.

Auf Anfrage können wir bereits erarbeitete Hygienekonzepte anderer Pfadfinder- bzw. Jugendgruppen weiterleiten. Zu beachten ist, dass diese auf die jeweilige Situation angepasst werden müssen und nicht eins zu eins kopiert werden können.

Tipps und Ideen für die praktische Jugend- und Pfadfinderarbeit

Hier sammeln wir zukünftig Ideen und Vorschläge für die praktische Jugend- und Pfadfinderarbeit in Coronazeiten. Gerne könnt ihr uns eure Ideen und Dokumente zuschicken, um sie hier zu teilen. Bitte kontaktiert uns.